{"id":109,"date":"2026-09-18T14:10:12","date_gmt":"2026-09-18T12:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/sicco-schadstofftechnik.de\/?page_id=109"},"modified":"2026-09-20T17:50:47","modified_gmt":"2026-09-20T15:50:47","slug":"asbest-bei-sanierung-und-instandhaltung-informationen-fuer-handwerksbetriebe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sicco-schadstofftechnik.de\/index.php\/asbest-bei-sanierung-und-instandhaltung-informationen-fuer-handwerksbetriebe\/","title":{"rendered":"Asbest bei Sanierung und Instandhaltung \u2013 Informationen f\u00fcr Handwerksbetriebe"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Asbest bei Sanierung und Instandhaltung \u2013 Informationen f\u00fcr Handwerksbetriebe<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Sanierungs-, Renovierungs-, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten in \u00e4lteren Geb\u00e4uden k\u00f6nnen Handwerksbetriebe auf asbesthaltige Baustoffe treffen, ohne dass diese \u00e4u\u00dferlich als solche erkennbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Asbest wurde nicht nur in bekannten Produkten wie Faserzementplatten eingesetzt. Auch <strong>Putze, Spachtelmassen, Fliesenkleber, Bodenbel\u00e4ge, Kleber, Anstrichstoffe, Pappen und weitere Bauprodukte<\/strong> k\u00f6nnen Asbest enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besondere Bedeutung hat dabei der <strong>31. Oktober 1993<\/strong>. Bei Geb\u00e4uden, mit deren Errichtung vor diesem Datum begonnen wurde, muss grunds\u00e4tzlich mit asbesthaltigen Bauprodukten gerechnet werden. Wurde mit dem Bau nach dem 31. Oktober 1993 begonnen, kann nach \u00a7 11a GefStoffV in der Regel vermutet werden, dass kein Asbest vorhanden ist. F\u00fcr bestimmte Produkte bestanden allerdings abweichende \u00dcbergangsfristen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei Eingriffen in \u00e4ltere Bausubstanz sollte deshalb vor Beginn der Arbeiten gekl\u00e4rt sein, welche Materialien von der geplanten T\u00e4tigkeit betroffen sind und ob eine m\u00f6gliche Asbestgef\u00e4hrdung ber\u00fccksichtigt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rechtliche Grundlagen f\u00fcr ausf\u00fchrende Unternehmen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr T\u00e4tigkeiten mit Asbest sind insbesondere die <strong>Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)<\/strong> sowie die <strong>Technische Regel f\u00fcr Gefahrstoffe TRGS 519 \u201eAsbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten\u201c<\/strong> relevant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die GefStoffV regelt unter anderem die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung, die Risikobereiche sowie Anforderungen an Betriebe und Besch\u00e4ftigte. Die TRGS 519 konkretisiert die Anforderungen f\u00fcr T\u00e4tigkeiten mit Asbest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Auftraggeber beziehungsweise Veranlasser hat dem ausf\u00fchrenden Unternehmen vor Beginn der Arbeiten die ihm vorliegenden Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte sowie zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ausf\u00fchrende Unternehmen muss diese Informationen im Rahmen seiner <strong>Gef\u00e4hrdungsbeurteilung pr\u00fcfen und ber\u00fccksichtigen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reichen die vorhandenen Informationen nicht aus, muss der Arbeitgeber weiter pr\u00fcfen, ob bei den vorgesehenen Arbeiten Gefahrstoffe freigesetzt werden k\u00f6nnen. Verf\u00fcgt er selbst nicht \u00fcber die daf\u00fcr erforderlichen Kenntnisse, muss er externen Sachverstand hinzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ist f\u00fcr die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung eine technische Erkundung erforderlich, ist diese nach \u00a7 6 GefStoffV Voraussetzung f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der betreffenden Arbeiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gezielte Materialprobenahme mit anschlie\u00dfender Laboranalyse kann hierbei eine eindeutige Entscheidungsgrundlage schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reichen Baujahr und Bauunterlagen aus?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht unbedingt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Wohnhaus aus beispielsweise 1980 kann aus einer alten Baubeschreibung hervorgehen, dass W\u00e4nde verputzt und anschlie\u00dfend keramische Fliesen geklebt wurden. Daraus ergibt sich jedoch noch nicht, dass der verwendete Putz, Spachtel oder Fliesenkleber asbestfrei ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aussagekr\u00e4ftiger k\u00f6nnen beispielsweise konkrete Produktnachweise, Ergebnisse fr\u00fcherer Schadstoffuntersuchungen oder nachvollziehbare Unterlagen \u00fcber eine sp\u00e4tere vollst\u00e4ndige Sanierung der betroffenen Bauteile sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist, ob die vorhandenen Informationen f\u00fcr die <strong>konkret geplante T\u00e4tigkeit<\/strong> eine ausreichende Beurteilung erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das blo\u00dfe Baujahr oder eine allgemeine Baubeschreibung ersetzt bei einem verd\u00e4chtigen Baustoff nicht automatisch die weitere Erkundung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet \u201eder Kunde m\u00f6chte keine Asbestprobe\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Auftraggeber kann den Wunsch \u00e4u\u00dfern, keine Materialuntersuchung durchf\u00fchren zu lassen. Dadurch entf\u00e4llt jedoch nicht die Verantwortung des ausf\u00fchrenden Unternehmens f\u00fcr die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung seiner Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Verzicht auf eine Probe bedeutet insbesondere nicht, dass das Material als asbestfrei behandelt werden darf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann Asbest aufgrund der vorhandenen Informationen nicht ausgeschlossen werden, <strong>muss dies bei der Gef\u00e4hrdungsbeurteilung ber\u00fccksichtigt werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich kann dabei auch vom Vorhandensein von Asbest ausgegangen werden. Die vorgesehenen Arbeiten m\u00fcssen dann jedoch unter dieser Annahme beurteilt und entsprechend geplant werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitgeber muss unter anderem feststellen, welche Materialien von der T\u00e4tigkeit betroffen sind, ob Asbestfasern freigesetzt werden k\u00f6nnen, ob die vorgesehene T\u00e4tigkeit zul\u00e4ssig ist und welcher Risikobereich unter Ber\u00fccksichtigung der vorgesehenen Schutzma\u00dfnahmen vorliegt. \u00a7 11a GefStoffV verlangt au\u00dferdem grunds\u00e4tzlich einen Arbeitsplan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reichen die vorhandenen Informationen hierf\u00fcr nicht aus und ist eine technische Erkundung erforderlich, ist diese <strong>Voraussetzung f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der betreffenden T\u00e4tigkeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Erkl\u00e4rung des Auftraggebers wie \u201eIch w\u00fcnsche keine Asbestuntersuchung\u201c ersetzt daher nicht die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung des ausf\u00fchrenden Unternehmens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWorst Case\u201c bedeutet nicht: Maske aufsetzen und normal weiterarbeiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird ohne weitere Erkundung vom Vorhandensein von Asbest ausgegangen, m\u00fcssen die Arbeiten auch entsprechend als T\u00e4tigkeiten mit Asbest geplant und durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr viele Handwerksbetriebe kann deshalb eine gezielte Untersuchung vor Arbeitsbeginn die wesentlich praktikablere L\u00f6sung sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer tr\u00e4gt die Kosten einer erforderlichen Untersuchung?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Informations- und Mitwirkungspflichten des Auftraggebers beziehungsweise Veranlassers und die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung des ausf\u00fchrenden Unternehmens sind voneinander zu unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Veranlasser muss dem ausf\u00fchrenden Unternehmen die ihm vorliegenden Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte sowie zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen zur Verf\u00fcgung stellen und hierf\u00fcr in zumutbarem Umfang die ihm zug\u00e4nglichen Unterlagen heranziehen. Diese Verpflichtung gilt auch f\u00fcr private Auftraggeber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reichen diese Informationen f\u00fcr die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung des ausf\u00fchrenden Unternehmens nicht aus, muss der Arbeitgeber pr\u00fcfen, ob weitergehende Informationen erforderlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Gefahrstoffverordnung bezeichnet diese weitergehende Informationsbeschaffung ausdr\u00fccklich als \u201ebesondere Leistung\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierzu kann \u2013 abh\u00e4ngig von der konkreten Situation \u2013 auch eine technische Erkundung mit gezielter Materialprobenahme und Laboranalyse geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine solche weitergehende Erkundung ist daher von der urspr\u00fcnglich beauftragten Handwerksleistung zu unterscheiden und sollte <strong>vor ihrer Durchf\u00fchrung mit dem Auftraggeber abgestimmt und gesondert beauftragt beziehungsweise verg\u00fctet werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die konkrete Kostentragung richtet sich nach dem jeweiligen Vertrags- und Auftragsverh\u00e4ltnis. Der ausf\u00fchrende Handwerksbetrieb sollte deshalb nicht ohne vorherige Abstimmung davon ausgehen, eine erforderliche Schadstofferkundung auf eigene Kosten durchf\u00fchren zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lehnt der Auftraggeber eine erforderliche zus\u00e4tzliche Untersuchung oder deren Beauftragung ab, bedeutet dies jedoch nicht, dass der Handwerksbetrieb ungepr\u00fcft weiterarbeiten darf.<\/strong> Seine Pflichten aus der Gef\u00e4hrdungsbeurteilung bleiben bestehen. Ist eine technische Erkundung f\u00fcr die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung erforderlich, ist diese Voraussetzung f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der betreffenden T\u00e4tigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wenn Asbest nicht ausgeschlossen werden kann<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gefahrstoffverordnung unterscheidet T\u00e4tigkeiten mit Asbest nach <strong>niedrigem, mittlerem und hohem Risiko<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zuordnung h\u00e4ngt nicht allein davon ab, welches Gewerk die Arbeiten ausf\u00fchrt. Entscheidend sind unter anderem das betroffene Material, die konkrete T\u00e4tigkeit, das Arbeitsverfahren, die vorgesehenen Schutzma\u00dfnahmen und die daraus resultierende Exposition.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Fliesenleger arbeitet daher nicht automatisch im niedrigen Risikobereich und ein Installateur nicht automatisch im mittleren Risikobereich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die konkrete T\u00e4tigkeit muss beurteilt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Niedriger Risikobereich \u2013 anerkannte emissionsarme BT-Verfahren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr zahlreiche Arbeiten an asbesthaltigen Materialien existieren <strong>anerkannte emissionsarme Verfahren<\/strong>, die h\u00e4ufig als <strong>BT-Verfahren<\/strong> bezeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DGUV f\u00fchrt solche Verfahren beispielsweise f\u00fcr die Bearbeitung von W\u00e4nden und Decken, Fu\u00dfb\u00f6den sowie f\u00fcr bestimmte Bohrarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein BT-Verfahren bedeutet jedoch nicht lediglich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWir arbeiten etwas staub\u00e4rmer.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das jeweilige Verfahren besitzt einen <strong>genau definierten Anwendungsbereich<\/strong> und beschreibt die einzusetzenden Ger\u00e4te, Arbeitsabl\u00e4ufe und Schutzma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wird ein anerkanntes emissionsarmes Verfahren eingesetzt, muss innerhalb des jeweiligen Anwendungsbereichs und entsprechend der anerkannten Verfahrensbeschreibung gearbeitet werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Betrieb kann daher nicht lediglich einzelne Bestandteile eines BT-Verfahrens \u00fcbernehmen und anschlie\u00dfend davon ausgehen, automatisch im niedrigen Risikobereich zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso wichtig: <strong>Auch T\u00e4tigkeiten im niedrigen Risikobereich stellen Qualifikationsanforderungen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die GefStoffV verlangt bei T\u00e4tigkeiten mit Asbest grunds\u00e4tzlich entsprechende Sachkunde f\u00fcr bestimmte verantwortliche und aufsichtf\u00fchrende Funktionen sowie Fachkunde der ausf\u00fchrenden Besch\u00e4ftigten. Bei anerkannten emissionsarmen Verfahren kann die erforderliche Qualifikation der aufsichtf\u00fchrenden Person unter bestimmten Voraussetzungen \u00fcber eine spezifische praxisbezogene Fortbildungsma\u00dfnahme erworben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der niedrige Risikobereich bedeutet also nicht, dass jeder Besch\u00e4ftigte ohne entsprechende Voraussetzungen T\u00e4tigkeiten mit Asbest ausf\u00fchren darf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mittlerer Risikobereich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann eine T\u00e4tigkeit nicht im niedrigen Risikobereich durchgef\u00fchrt werden und ergibt die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung eine entsprechend h\u00f6here Exposition, k\u00f6nnen die Anforderungen des <strong>mittleren Risikobereichs<\/strong> greifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier sind weitergehende technische, organisatorische und pers\u00f6nliche Schutzma\u00dfnahmen erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach konkreter T\u00e4tigkeit und Gef\u00e4hrdungsbeurteilung k\u00f6nnen beispielsweise eine Abgrenzung beziehungsweise Abschottung des Arbeitsbereichs, technische Schutzma\u00dfnahmen, Zugangsregelungen und pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung erforderlich werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch im mittleren Risikobereich bestehen Anforderungen an <strong>Sachkunde, Fachkunde, Aufsicht und die Qualifikation der Besch\u00e4ftigten<\/strong>. Die GefStoffV macht die Anforderungen an die Sachkunde ausdr\u00fccklich von den Aufgaben im Betrieb und dem Risikobereich der T\u00e4tigkeiten abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Ma\u00dfnahmen konkret erforderlich sind, kann nicht pauschal allein anhand des Gewerks festgelegt werden. Entscheidend sind T\u00e4tigkeit, Verfahren und Gef\u00e4hrdungsbeurteilung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoher Risikobereich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei T\u00e4tigkeiten im <strong>hohen Risikobereich<\/strong> gelten wesentlich umfangreichere Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abh\u00e4ngig von der konkreten T\u00e4tigkeit k\u00f6nnen im hohen Risikobereich umfangreiche technische, organisatorische und pers\u00f6nliche Schutzma\u00dfnahmen erforderlich sein, beispielsweise eine Abschottung des Arbeitsbereichs, Unterdruckhaltung sowie Personen- und Materialschleusen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr T\u00e4tigkeiten im hohen Risikobereich gelten entsprechend erh\u00f6hte Anforderungen an den ausf\u00fchrenden Betrieb und die Qualifikation der beteiligten Personen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unternehmen ben\u00f6tigen f\u00fcr T\u00e4tigkeiten im Bereich hohen Risikos au\u00dferdem eine Zulassung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr einen gew\u00f6hnlichen Handwerksbetrieb kann es deshalb einen erheblichen Unterschied machen, ob vor Arbeitsbeginn festgestellt wird, dass die tats\u00e4chlich zu bearbeitenden Materialien asbestfrei sind, oder ob ohne Untersuchung vom Vorhandensein von Asbest ausgegangen werden muss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein BT-Verfahren ist keine allgemeine Freigabe f\u00fcr die gesamte Arbeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Punkt ist besonders wichtig:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anerkanntes emissionsarmes Verfahren bezieht sich auf die <strong>darin konkret beschriebene T\u00e4tigkeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass beispielsweise ein Bohrloch mit einem anerkannten Verfahren emissionsarm hergestellt werden kann, bedeutet nicht automatisch, dass anschlie\u00dfend jede beliebige weitere T\u00e4tigkeit an oder \u00fcber dieser \u00d6ffnung ebenfalls von diesem Verfahren erfasst wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>gesamte geplante Arbeit<\/strong> muss betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei komplexeren T\u00e4tigkeiten wie einer technischen Trocknung ist deshalb zu pr\u00fcfen, ob das vorgesehene Verfahren tats\u00e4chlich die vollst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit beziehungsweise die daf\u00fcr erforderlichen Arbeitsschritte abdeckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DGUV f\u00fchrt zahlreiche unterschiedliche Verfahren f\u00fcr sehr konkrete Anwendungen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem eigene Verfahren f\u00fcr bestimmte Bohrungen, Dosensenken, Arbeiten an Fu\u00dfb\u00f6den und seit 2026 auch ein Verfahren zum Herstellen von Kernbohrungen in asbesthaltigen Fu\u00dfb\u00f6den f\u00fcr Trocknungsarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Praxisbeispiele aus dem Handwerksalltag<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beispiel 1: Fliesenleger \u2013 Badezimmer aus dem Jahr 1980<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Fliesenleger soll in einem Badezimmer aus dem Jahr 1980 Wand- und Bodenfliesen entfernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die verwendeten <strong>Fliesenkleber, Putze und Spachtelmassen<\/strong> liegen keine belastbaren Informationen vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Baujahr und eine Baubeschreibung mit Angaben wie \u201eZementputz\u201c oder \u201ekeramische Fliesen\u201c reichen nicht aus, um die tats\u00e4chlich vorhandenen Kleber, Putze und Spachtelmassen als asbestfrei einzustufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soll in diese Materialien eingegriffen werden, muss die m\u00f6gliche Asbestgef\u00e4hrdung <strong>vor Beginn der Arbeiten<\/strong> im Rahmen der Gef\u00e4hrdungsbeurteilung ber\u00fccksichtigt und erforderlichenfalls gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gezielte Probenahme von Fliesenkleber, Putz und gegebenenfalls weiteren betroffenen Schichten mit anschlie\u00dfender Laboranalyse kann daf\u00fcr eine eindeutige Grundlage schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet ein Verzicht auf die Untersuchung?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird keine Untersuchung durchgef\u00fchrt und stattdessen vom Vorhandensein von Asbest ausgegangen, kann der Fliesenleger die Fliesen nicht einfach mit seinen \u00fcblichen Arbeitsverfahren abschlagen und anschlie\u00dfend Kleberreste schleifen oder fr\u00e4sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gesamte T\u00e4tigkeit muss unter der Annahme von Asbest beurteilt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soll ein anerkanntes emissionsarmes BT-Verfahren verwendet werden, muss dieses <strong>f\u00fcr die konkrete T\u00e4tigkeit geeignet sein und entsprechend der vollst\u00e4ndigen Verfahrensbeschreibung durchgef\u00fchrt werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die erforderlichen Qualifikationen m\u00fcssen vorhanden sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine vorherige Untersuchung kann daher wesentlich einfacher sein:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kein Asbest nachgewiesen:<\/strong> F\u00fcr die untersuchten Materialien besteht eine belastbare Grundlage f\u00fcr die weitere Arbeitsplanung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Asbest nachgewiesen:<\/strong> Arbeitsverfahren, Schutzma\u00dfnahmen und erforderliche Qualifikation k\u00f6nnen vor Beginn der Arbeiten gezielt festgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beispiel 2: Elektriker \u2013 Schlitze, Bohrungen und Unterputzinstallationen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Elektriker soll in einem Geb\u00e4ude aus dem Jahr 1975 neue Leitungen verlegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierf\u00fcr m\u00fcssen beispielsweise <strong>Bohrungen hergestellt, Unterputzdosen gesetzt oder Schlitze in vorhandene Wandoberfl\u00e4chen eingebracht werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei k\u00f6nnen Putze, Spachtelmassen, Beschichtungen oder andere Baustoffe mechanisch bearbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade Fr\u00e4sen, Bohren und Stemmen k\u00f6nnen bei asbesthaltigen Materialien zu einer Freisetzung von Fasern f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sind die betroffenen Materialien hinsichtlich Asbest nicht ausreichend beurteilt, muss dies <strong>vor Beginn der betreffenden Arbeiten<\/strong> in der Gef\u00e4hrdungsbeurteilung ber\u00fccksichtigt und erforderlichenfalls gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hier existieren anerkannte emissionsarme Verfahren f\u00fcr bestimmte T\u00e4tigkeiten. So f\u00fchrt die DGUV inzwischen beispielsweise <strong>BT 60 f\u00fcr das Dosensenken von Unterputzdosen bis 68 mm Durchmesser in Untergr\u00fcnden mit asbesthaltiger Bekleidung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Elektriker s\u00e4mtliche Arbeiten in einem ungekl\u00e4rten Wandaufbau automatisch mit einem einzigen BT-Verfahren durchf\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verfahren muss zur <strong>konkret geplanten T\u00e4tigkeit<\/strong> passen und entsprechend seiner Verfahrensbeschreibung eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Untersuchung der tats\u00e4chlich vom Eingriff betroffenen Schichten kann daher eine wesentlich einfachere Grundlage f\u00fcr die weitere Arbeitsplanung schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beispiel 3: Trocknungsunternehmen \u2013 Bohrungen in Boden und Estrich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einem Wasserschaden soll eine Trocknungsfirma beispielsweise Bohrungen mit einem Durchmesser von etwa <strong>50 bis 60 mm<\/strong> in einen vorhandenen Bodenaufbau herstellen, um anschlie\u00dfend eine D\u00e4mmschichttrocknung durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch eine scheinbar einfache Trocknungsbohrung kann dabei <strong>mehrere Materialschichten durchdringen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach Bodenaufbau k\u00f6nnen beispielsweise betroffen sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fliesen und Fliesenkleber,<\/li>\n\n\n\n<li>Bodenbel\u00e4ge und Kleber,<\/li>\n\n\n\n<li>Spachtelmassen,<\/li>\n\n\n\n<li>Estrich,<\/li>\n\n\n\n<li>sowie Trenn-, Papp- oder andere Schichten innerhalb des Bodenaufbaus.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei \u00e4lteren Bodenaufbauten k\u00f6nnen damit Materialien betroffen sein, die hinsichtlich Asbest vor Beginn der Arbeiten beurteilt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nicht nur die Bohrung betrachten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer technischen Trocknung darf die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung nicht ausschlie\u00dflich beim eigentlichen Bohrvorgang enden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer D\u00e4mmschichttrocknung bleiben die hergestellten \u00d6ffnungen gegebenenfalls <strong>\u00fcber die gesamte Trocknungsdauer ge\u00f6ffnet<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trocknungsschl\u00e4uche werden eingesetzt und gegebenenfalls wieder herausgenommen. Je nach Trocknungsverfahren wird \u00fcber l\u00e4ngere Zeit Luft aus dem beziehungsweise durch den Bodenaufbau gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb muss die <strong>gesamte vorgesehene Trocknungsma\u00dfnahme<\/strong> beurteilt werden \u2013 nicht nur die wenigen Minuten, in denen das Loch hergestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es w\u00e4re daher falsch, bei einem unbekannten Bodenaufbau lediglich irgendein emissionsarmes Bohrverfahren einzusetzen und daraus zu schlie\u00dfen, dass anschlie\u00dfend auch der mehrt\u00e4gige Trocknungsbetrieb automatisch abgedeckt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ist der Bodenaufbau unbekannt und k\u00f6nnen asbesthaltige Materialien betroffen sein, muss deshalb vor Beginn gekl\u00e4rt werden, auf welcher Grundlage die gesamte geplante Trocknungsma\u00dfnahme sicher durchgef\u00fchrt werden kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gezielte Untersuchung der betroffenen Schichten kann hierf\u00fcr eine wesentlich praktikablere Entscheidungsgrundlage schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beispiel 4: Leckageorter und Installateur \u2013 \u00d6ffnen von Wand oder Boden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Rohrbruch oder einer vermuteten Leckage muss h\u00e4ufig kurzfristig Zugang zu einer Leitung geschaffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu k\u00f6nnen beispielsweise <strong>Fliesen entfernt, Putz abgeschlagen, Bohrungen oder Wand\u00f6ffnungen hergestellt oder Bodenaufbauten ge\u00f6ffnet werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Geb\u00e4uden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 k\u00f6nnen hierbei unter anderem asbesthaltige Putze, Spachtelmassen, Fliesenkleber, Bodenbel\u00e4ge oder Kleber betroffen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Auch bei einer Reparatur oder Leckage muss die Gef\u00e4hrdung der Besch\u00e4ftigten vor Aufnahme der betreffenden T\u00e4tigkeit beurteilt werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitdruck aufgrund eines Wasserschadens macht aus einem ungekl\u00e4rten Baustoff keinen asbestfreien Baustoff.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reichen die vorhandenen Informationen nicht aus und ist f\u00fcr die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung eine technische Erkundung erforderlich, ist diese Voraussetzung f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der betreffenden Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorsorgende Untersuchung kann im Schadensfall wertvolle Zeit sparen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Punkt ist auch f\u00fcr <strong>Eigent\u00fcmer, Hausverwaltungen, Wohnungsunternehmen und Gewerbebetriebe mit \u00e4lteren Geb\u00e4uden<\/strong> interessant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kann sinnvoll sein, bekannte asbestverd\u00e4chtige Baustoffe bereits <strong>vorsorglich untersuchen und die Ergebnisse dokumentieren zu lassen<\/strong>, bevor \u00fcberhaupt ein Schaden eintritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist beispielsweise bereits bekannt, ob Wandputze, Fliesenkleber oder bestimmte Bodenaufbauten Asbest enthalten, k\u00f6nnen diese Informationen bei einem sp\u00e4teren Rohrbruch oder einer anderen dringenden Reparatur dem beauftragten Fachbetrieb unmittelbar zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch muss nicht erst w\u00e4hrend eines akuten Wasserschadens gekl\u00e4rt werden, ob eine Wand ge\u00f6ffnet oder ein Bodenaufbau angebohrt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine vorhandene Schadstoffdokumentation kann deshalb im Ernstfall <strong>Zeit sparen und die Arbeitsplanung erheblich vereinfachen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Was kann passieren, wenn ungepr\u00fcft gearbeitet wird?<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird ein tats\u00e4chlich asbesthaltiges Material unwissentlich gebohrt, gefr\u00e4st, geschliffen oder abgeschlagen, k\u00f6nnen Asbestfasern freigesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem beschr\u00e4nkt sich dabei nicht zwangsl\u00e4ufig auf den unmittelbaren Bearbeitungspunkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Asbesthaltiger Staub kann sich im Arbeitsbereich verteilen und beispielsweise \u00fcber Arbeitsger\u00e4te, Kleidung, Schuhe oder andere Einfl\u00fcsse in weitere Bereiche verschleppt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wurde bereits gearbeitet und besteht anschlie\u00dfend der Verdacht auf eine unbeabsichtigte Asbestfreisetzung, kann es notwendig werden, die Arbeiten zun\u00e4chst einzustellen und zu kl\u00e4ren,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>welche Materialien tats\u00e4chlich bearbeitet wurden,<\/li>\n\n\n\n<li>ob Asbest vorhanden war,<\/li>\n\n\n\n<li>welche Bereiche m\u00f6glicherweise betroffen sind,<\/li>\n\n\n\n<li>und welche Reinigungs-, Schutz- oder gegebenenfalls Sanierungsma\u00dfnahmen erforderlich sind.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus einer urspr\u00fcnglich kleinen Reparatur oder Sanierungsarbeit kann dadurch ein <strong>wesentlich gr\u00f6\u00dferer organisatorischer und finanzieller Aufwand<\/strong> entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Reinigung von Arbeitsbereichen und Arbeitsmitteln sowie die Entsorgung betroffener Materialien k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen erforderlich machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt die Verantwortung gegen\u00fcber den eigenen Besch\u00e4ftigten und gegebenenfalls anderen Personen, die sich im Geb\u00e4ude aufhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb ist eine vorherige Kl\u00e4rung nicht nur eine Frage des Gesundheitsschutzes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine Untersuchung vor dem ersten Eingriff kann erheblich einfacher sein als die Kl\u00e4rung einer m\u00f6glichen Asbestfreisetzung nach bereits ausgef\u00fchrten Arbeiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Asbestuntersuchung und Beratung f\u00fcr Handwerks- und Fachbetriebe<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sicco Schadstofftechnik unterst\u00fctzt Handwerksbetriebe und andere ausf\u00fchrende Unternehmen bei der Untersuchung asbestverd\u00e4chtiger Baustoffe <strong>vor Beginn der Arbeiten<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir betrachten die konkret geplante T\u00e4tigkeit und die davon betroffenen Baustoffe, entnehmen bei Bedarf gezielt Materialproben und lassen diese durch ein qualifiziertes Fachlabor analysieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus bieten wir Handwerks- und Fachbetrieben eine <strong>praxisgerechte Beratung zum allgemeinen Vorgehen bei Baustellen, auf denen m\u00f6glicherweise asbesthaltige Materialien betroffen sind<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei kann beispielsweise gekl\u00e4rt werden,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>welche Baustoffe durch die geplanten Arbeiten betroffen sein k\u00f6nnen,<\/li>\n\n\n\n<li>ob die vorhandenen Informationen f\u00fcr die weitere Planung ausreichen,<\/li>\n\n\n\n<li>welche Materialien bei einer Untersuchung sinnvollerweise ber\u00fccksichtigt werden sollten,<\/li>\n\n\n\n<li>wie eine gezielte Probenahme m\u00f6glichst praxisgerecht geplant werden kann,<\/li>\n\n\n\n<li>und welche weiteren Schritte sich aus den Untersuchungsergebnissen f\u00fcr die Arbeitsplanung ergeben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung und die Festlegung des konkreten Arbeitsverfahrens bleiben dabei Aufgabe des ausf\u00fchrenden Arbeitgebers beziehungsweise der hierf\u00fcr verantwortlichen fachkundigen Personen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unser Ziel ist es, vor dem Eingriff Klarheit zu schaffen und Handwerksbetrieben eine belastbare Grundlage f\u00fcr ihre weitere Arbeitsplanung zu geben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere gesetzliche Grundlagen, technische Regeln und Informationen zu anerkannten emissionsarmen Verfahren finden Sie unter <strong>\u201eRechtsgrundlagen &amp; Informationen\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Asbest bei Sanierung und Instandhaltung \u2013 Informationen f\u00fcr Handwerksbetriebe Bei Sanierungs-, Renovierungs-, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten in \u00e4lteren Geb\u00e4uden k\u00f6nnen Handwerksbetriebe auf asbesthaltige Baustoffe treffen, ohne dass diese \u00e4u\u00dferlich als solche erkennbar sind. Asbest wurde nicht nur in bekannten Produkten wie Faserzementplatten eingesetzt. Auch Putze, Spachtelmassen, Fliesenkleber, Bodenbel\u00e4ge, Kleber, Anstrichstoffe, Pappen und weitere Bauprodukte k\u00f6nnen Asbest &#8230; <a title=\"Asbest bei Sanierung und Instandhaltung \u2013 Informationen f\u00fcr Handwerksbetriebe\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/sicco-schadstofftechnik.de\/index.php\/asbest-bei-sanierung-und-instandhaltung-informationen-fuer-handwerksbetriebe\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Asbest bei Sanierung und Instandhaltung \u2013 Informationen f\u00fcr Handwerksbetriebe\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-109","page","type-page","status-publish"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Asbest bei Sanierung &amp; Instandhaltung | Sicco Schadstofftechnik<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Informationen zu Asbest bei Sanierung und Instandhaltung. 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